Kino-Highlights in vier Dimensionen
Zell a. H. (uts/hps). Die Traumfabrik war am Freitagabend nicht in Hollywood sondern in der Turnhalle des TV Zell. Dort gaben sich live an Stage Kinogrößen und echte Weltstars von Avatar, James Bond und Grease ein Stelldichein. Asterix und Co. wagten einen Galliertanz und die Besatzung vom (T)Raumschiff Surprise eroberte neue Galaxien. Selbst Reinhold Messmer und die Blues Brothers nahmen an diesem Kinospektakel teil, das tief in der Nacht in einem Horrortrip endete.
Die erste Überraschung beim Turnerball hatte Vorsitzende Sybille Nock parat: unter den Stühlen klebten für alle Besucher 3D-Brillen für das ganz große Kino-Gefühl. Diese bleiben aber nur schmückendes Beiwerk, denn die begeisterten Besucher erlebten bei der Movie-Night ein Kinospektakel sogar in vier Dimensionen! Die Akteure zogen wieder alle Register und würzten ihre Show mit der Dimension »Fasendgeist«.
Der erste große Applaus, verbunden mit den besten Genesungswünschen, galt an diesem Abend aber nicht den großen Kino-Stars sondern dem Turnvereins-Star Steffen.
Mit ihrer mitreißenden Tanz- und Turnshow eröffneten die Ureinwohner von Avatar das Kinospektakel. Die hübschen Mädchen vom Volk der Na'vi bezauberten nicht nur mit ihrer blauen Haut und den geflochtenen Haaren sondern auch mit ihrem Können als Turnerinnen.
James Bond gab es bei der TV-Movie-Night gleich in sechsfacher Ausfertigung. Cooler Blick, ausgestreckte Pistole und lässiger Hüftschwung verfehlten ihre Wirkung nicht. Und als die hübschen Bond-Girls ihnen dann noch den schwarzen Sakko abnahmen und die Bonds nur noch im weißen Muskelshirt und mit schwarzer Fliege tanzten, war das Sex-Appeal nochmals gesteigert. Diesen Streifen wollten sich die Kino-Besucher auch ein zweites Mal nicht entgehen lassen.
Zum »Sneak-Preview« lud das Volleyballer-Team ein. Dieses wusste einen Tag vor der Generalprobe zum Turnerball selbst noch nicht, welcher Streifen denn laufen wird. So versammelten sich alle zum Filmegucken bei Rumpels auf dem Sofa. Bei Popcorn, Coke und Chips schauten sie gebannt - ausgestattet mit großer Brille auf die Mattscheibe, lachten und gruselten sich. Am Ende ließen sie sich zum Gallier-Tänzchen mit Asterix und Obelix animieren - der Tanz der Volleyballer hat eben schon Kult-Status.
Kult-Status beim Turnerball hat auch der Gastauftritt der Gengenbacher Turner, die in diesem Jahr unter der Regie von Kapitän Rainer mit Lichtgeschwindigkeit in ihrem (T)Raumschiff Surprise neue Welten und Galaxien eroberten. Mit Salti und Barrenkür sorgten Mister Spock und die Männer vom Raumschiff auf der Brücke für galaktische Schwingungen und setzten einmal mehr die Schwerkraft außer Kraft.
Mit Schwung und Pep ließen die TV-Turnerinnen Grease lebendig werden. In ihren fliegenden Petticoats und mit Haarbändern waren die Mädels noch hübscher als sie ohnehin schon sind. Dazu boten sie Ein-Arm-Räder, Flugrollen, Handstände und Saltis und ließen damit nicht nur die Herzen der Travoltas sondern aller Turnfans höher schlagen. Mit ihrem fetzigen Boogie-Woogie und Rock'n'- Roll sorgten sie für Hochstimmung im Kinosaal und mussten natürlich eine Zugabe geben.
In einem Dokumentarfilm konnten die staunenden Zuschauer dann erleben, wie sich kein geringerer als Reinhold Messmer nach traditioneller japanischer Art auf den Weg machte, um den Fujiyama, den Berg aller Berge zu besteigen. Von grazilen Geishas wurde er zunächst ins Badehaus getragen, wo der erfahrene Samurai Zuber-San die Zeremonie leitete. Die zauberhafte Geisha Morgenröte sorgte für die deutschen Untertitel. Nach allen Regeln der Kunst sorgten die Geishas für die Entspannung und hinter der Papierwand - für die Reinigung des bärtigen Bergsteigers, so dass dieser »dem Himmel« immer näher kam. Als die erste Geisha in den Zuber stieg, wurde das Schattenspiel den beiden TV-Sittenwächterinnen Sybille und Amanda aber entschieden zu viel. »TV Zell für zuberer Sport« zensierten sie die Live-Übertragung aus dem Badehaus. Dennoch wurden Gipfelstürmer Reinhold und seine Geishas beim Auszug aus dem Badehaus stürmisch gefeiert!
Die Karriereleiter der Blues Brothers begann zunächst »ganz unten« auf der Ballettbühne. Zu Schwanensee tänzelten sie »nur« in Tüllröckchen übers Parkett und schwebten über den schmalen Balken. Dann aber wurden sie zu den originalgetreuen Musikern mit Hut und dunkler Sonnenbrille und erklommen die Leiter immer höher. Erst direkt unterm Hallendach endete ihr spektakulärer Aufstieg. Mit Mut, Kraft und turnerischem Können sorgte die Leistungsriege wieder für einen Höhepunkt des Turnerballs.
Eine ganz neue Dimension erhielt das Grauen beim rassigen Tanz von »Charisma«. Die hübsche Ballerina sah sich auf ihrer Spieluhr von blutverschmierten Zombies umschwärmt, die sie hinüber ins Jenseits ziehen wollten. Dabei setzten die äußerst lebendigen Untoten nicht nur ihre ausdrucksstarken Bewegungen sondern im Spitzenkleidchen, mit Lockenpracht und strahlendem Lächeln auch ihre betörende Schönheit ein. Diesem Ringen konnte am Ende auch die Ballerina nicht wiederstehen. Die rassigen Showtanz-Damen des Zeller Turnvereins verliehen der Movie-Night mit ihrer ausgefeilten Tanzchoreographie ein großes Finale. Der Turnerball 2015 das war wieder ganz großes Kino!

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